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Die „Gala der Königspferde“. Reiter und Pferde auf höchstem Niveau. Vollendete Harmonie. Ausgesuchte Meister ihres Fachs neben jungen, bisher unbekannten Talenten. Sie alle versprechen beste Unterhaltung für die ganze Familie und erwarten Jung und Alt 2006 zum neuen, zweieinhalbstündigen Programm.
Keine langatmige Story, keine übermäßigen Lichteffekte, keine Effekthaschereien erdrücken die unglaublichen Leistungen von Mensch und Pferd. Qualität und Infotainment stehen im Mittelpunkt der traditionsreichen Show. Die internationale Veranstaltung der Extraklasse begeisterte bereits Hundertausende von Zuschauern und setzt neue Maßstäbe für Pferdespektakel aller Art.
Die meisten der vorgestellten Pferderassen waren zur Barockzeit die lebenden Juwelen europäischer Fürstenhöfe, tragen heute noch das Prädikat „Königlich“ im Rassebuch. Iberische Vollblüter, bekannt als Andalusier, tanzen und steppen unter der spanischen Familie Lopez gemeinsam mit rassigen Flamencotänzerinnen, vermitteln die bunte Atmosphäre einer Feria oder demonstrieren geschickt die Ursprünge des Westernreitens. Eine der weltbesten Damensattel-Reiterinnen, Marisol Lopez, schwebt mit einen Traum-Hengst im Seitsitz durch die Halle und zeigt gekonnt Lektionen der Hohen Schule.
Nicki Pfeifer galoppiert auf einem Araber durchs Feuer, kreuzt beim Ritterturnier tapfer die Lanzen und manövriert als Legionär vier Friesen vor einem römischen Kampfwagen solange rasant vorwärts und rückwärts herum, bis es die Konkurrenz in Form von knuffigen Minishettys nicht mehr hinterm Vorhang hält. Das ungleiche Rennen verheißt überaus spannende und humorvolle Momente! Später probiert es Nicki Pfeifer nochmals ganz elegant mit einer speziellen Hochzeitskutsche samt dänischem Knabstrupperhengst Gitane. Das exklusive Gefährt sucht seinesgleichen und würde so manchem Sportwagen glatt die Schau stehlen. Aber auch in dieser Nummer mischen die agilen Shetland-Winzlinge vom Gestüt Soestblick überraschend mit...
Der lackschwarze Lipizzaner Perla ist nicht nur eine Rarität seiner Rasse, sondern brilliert auch mit unglaublichen Lektionen unter dem Slowenen Alojz Lah. Parallel dazu im Programm: Die selten gezeigten Schulsprünge, bei denen die Pferde regelrecht explodieren.
Überaus beliebt sind die urigen Isländer, ungewöhnlich präsentiert von der neu gegründeten Jugendshowgruppe des Schweizer Islandgestütes Schnabelsberg. Das Teenager-Team rund um Irene und Christian Indermaur hält einige Überraschungen bereit, die noch nie auf den flotten Gangpferden gezeigt wurden. Mit dabei: Deck- und Sporthengst Brynjar, 3. der Weltrangliste.
Einer der Künstler ist berühmt für Choreografien, Artistik und Dressurleistungen, die jeder für unmöglich halten würde. Und doch verwirklicht er sie. Weltweit hat er keine Konkurrenz zu fürchten. Niemand kann, was er da tut. Er verblüfft alle Zuschauer immer wieder aufs Neue. Zum Beispiel damit: Das Pferd sitzt hinter dem Mann wie ein großer Hund. Es hebt seinen Vorderhuf. Platziert ihn genau auf dem menschlichen Kopf. Später galoppiert das Tier völlig frei durch die Bahn. Exakt parallel zu einem vierbeinigen Kollegen, der ebenfalls weder Zaumzeug noch Sattel trägt. Auf ihrem bloßen Rücken steht: Jean-Francois Pignon. Was der Franzose mit seinen Pferden anstellt ist mehr als grandiose Dressur und Akrobatik. Es grenzt an ein Wunder. Gegen ihn wirken alle, von Medien oder Publikum hoch gejubelten „Pferdeflüsterer“ wie Anfänger. Er lässt Pferde scheinbar wie Marionetten an unsichtbaren Fäden agieren, ohne sie dabei jedoch in irgendeiner Weise einzuschränken. Präsentiert sie in all ihrer Kraft, Eleganz und Verletzlichkeit zugleich. Seine Freiheitsdressur ist atemberaubend. Ein Pferde-Zauberer der Tiere und Publikum gleichermaßen verzaubert. Wie macht er das bloß?
Der sympathische und bescheidene Franzose ist seit Jahren mit diesen Vierbeinern zusammen und kennt seine Schützlinge in- und auswendig. Hat sie lange beobachtet. Er weiß um ihre Charaktere, um Vorlieben, Stärken und Schwächen. Die fünf Stuten reagieren prompt und zuverlässig auf ihre Namen. Sind jederzeit bereit, „bei Fuß“ zu kommen und sich, egal in welchem Umfeld, voll auf ihren zweibeinigen Herdenführer zu konzentrieren. Der spricht mit ihnen. Vor allem mit seinem Körper. Das verstehen sie am besten. Sie brauchen kein pausenloses Gerede. Keine Leckerlis. Keine Leckerlis? Jawohl. Auch das nicht. Dafür ein beständig ruhiges, überlegtes Auftreten. Endlose Geduld. Konsequente, faire Behandlung. Spielerische Elemente. Zuneigung und Lob. Damit erzielt Jean-Francois seine phänomenalen Erfolge. Mit ganz normalen Pferden. Egal welchen Alters.
Er erwirbt die Tiere auf regulären Viehmärkten. Hofft, dass es irgendwie die Richtigen sind. Gazelle war die erste und sie war genau richtig. Vater André, ein armer südfranzösischer Landwirt, schenkte die Stute seinen sieben- und achtjährigen Söhnen Francois und Frederic. Nur das Pferd. Ohne Sattel oder Zaumzeug. Statt mit dem Fußball, spielten die beiden von da an mit dem Tier. Bald galoppierten die Jungs geschickt auf dem nackten Pferderücken herum, übertrafen sich gegenseitig mit waghalsigen Manövern und akrobatischen Turnübungen. Zu dritt tobten sie rund um den Bauernhof. Stets ohne Sattel und Zaumzeug. Die Kontrolle der Stute musste auf andere Weise erfolgen. Die Kinder lernten, sich auf ganz andere Art mit einem Pferd zu verständigen. Sanft und natürlich, aber doch konsequent und sicher. Bedeutend konsequenter und sicherer als die meisten Reiter- trotz all der Hilfsmittel, die der moderne Fachhandel für sie bereithält, denn Pignons Pferde gehorchen seit jeher freiwillig und mit Freude. Es gibt kein Geheimnis. Nur gegenseitigen Respekt: „Wenn der Mensch die Pferde respektiert, respektieren sie ihn auch als Chef! Innere Ruhe und Ausgeglichenheit sind die wichtigsten Voraussetzungen. Mit Gewalt oder falschem Ehrgeiz, mit Bestrafung und Ungeduld geht gar nichts. Der Mensch muss von der ganzen Herde als Leittier und Beschützer angesehen werden. Das kann er nur mit überlegenem und überlegtem Auftreten. Dann vertrauen sich ihm die Tiere auch an und werden alles tun, nur um ihm zu gefallen!“
Jetzt ist Pignon mit der „Gala der Königspferde“ auf Tournee. Mit dabei, seine kapriziösen, vierbeinigen Ladys Kiowa, Azaria, Aziel, Lais und Isis. Was er mit ihnen zeigt, ist absolute Weltkasse. Sie bewegen sich wie hochklassige Dressurcracks, springen über liegende Pferde, katapultieren sich über unsichtbare Hindernisse, steigen kerzengerade in die Luft, tanzen mit ihm oder betten sich im Sand zur Ruhe. Zur Not auch alle fünf gleichzeitig. Stets ohne Zwang. Das reinste Wunder. Zu sehen im neuen Programm der „Gala der Königspferde“.
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